[Gruppe ISKRA] ::: Die Vernichtung des Nazismus mit all seinen Wurzeln ist unsere Losung.

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Aufruf zur Solidaritätskundgebung mit Israel

Solidarität mit IsraelDie Demonstration richtet sich gegen den islamistischen Furor im Gazastreifen, der die Menschen in Israel in Lebensgefahr und ums Leben bringt. Des weiteren wollen wir unsere Solidarität mit dem Staat Israel zum Ausdruck bringen.

Die Hamas hat den Waffenstillstand mit Israel mehrfach gebrochen und und schließlich einseitig aufgekündigt. Die Hamas feuert seit Jahren Raketen ausschließlich auf zivile Ziele in Israel. Trotz Warnungen der israelischen Regierung stellten sie das Feuer nicht ein.

Seit dem 27. Dezember 2008 wird der Raketenbeschuss von der israelischen Verteidigungsarmee beantwortet. Kein Land der Welt kann einen dauerhaften Raketenbeschuss auf die eigene Zivilbevölkerung akzeptieren!

Wir unterstützen den Staat Israel darin, dass es sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nimmt, um Israel zu einem sicheren Ort für die Menschen zu machen. Israel hat den Gaza-Streifen 2005 verlassen, und die Hamas hat ihn in eine Abschussrampe für Angriffe gegen Israel verwandelt.

Die Hamas, deren ausdrückliches Ziel die Vernichtung des Staates Israel ist, muss militärisch bekämpft werden, nachdem sie den Waffenstillstand einseitig aufgekündigt hat und Israel dauerhaft mit Raketen beschießt. Die Hamas nimmt die Araberinnen und Araber in Geiselhaft, indem sie ihre Waffen in zivilen Gebäuden lagert, die somit zu strategischen Zielen für die IDF werden.

Es ist die Hamas, die die Verantwortung für die militärische Eskalation im Gazastreifen trägt. Israel befindet sich in einer sehr schwierigen Lage, denn die Militärstützpunkte der Terroristen der Hamas werden unter Verletzung der Genfer Konvention durch menschliche Schutzschilde missbraucht, indem sie ihre Abschussvorrichtungen in dicht bevölkerten Gebieten versteckt und damit zivile Opfer unvermeidlich macht.

Wir erhoffen uns einen Transformationsprozess im Gazastreifen, damit die Diktatur der Islamisten durchbrochen werden kann und eine plurale Gesellschaft hergestellt wird.

Ein dauerhafter und stabiler Frieden wird letztendlich nur am Verhandlungstisch erreicht werden können.
Allerdings müssen dafür die Voraussetzungen stimmen und diese sind u.a., dass Israel nicht mehr angegriffen wird und die israelische Bevölkerung unversehrt leben kann.

* Für das Recht Israels auf Selbstverteidigung!
* Gegen den islamistischen Terror!
* Solidarität mit Israel!
* Für eine plurale Demokratie statt autoritärer Diktatur im Gazastreifen!

11. Januar 2009 | 14 Uhr | Berlin – Breitscheidplatz/Wittenbergplatz
Updates hier

Erneut Ladengeschäft mit Neonazi-Mode in Frankfurt (Oder)

(PgR) Nachdem in der ersten Jahreshälfte vor dem Hintergrund breiter Proteste ein Ladengeschäft, das unter anderem die bei Rechtsextremen beliebte Modemarke Thor Steinar am Bahnhofsvorplatz anbot, nach Kündigung des Mietvertrags die Türen schließen musste, eröffnete Anfang November ein Bekleidungsgeschäft unter dem Namen „Rabennest“ in der Dresdener Straße. Auch wenn die Schaufensterdekoration den Eindruck erweckt, hier würden nur normale Textilien verkauft, so findet die Kundschaft im Inneren auch die in rechtsextremen Kreisen beliebte Marke Thor Steinar. Die Betreiberin des Geschäfts scheiterte mit ihrem Laden auf dem Bahnhofsvorplatz und versucht weiterhin den Eindruck zu erwecken, ihr Interesse bestehe einzig im Angebot von Textilien, eine politische Meinung sei bei ihr nicht im Angebot, war einige Zeit einem Aushang im Schaufenster zu entnehmen.

Der Verkauf der Marke Thor Steinar ist allerdings als eindeutiges Indiz zu werten, dass hier eine bestimmte Szene versorgt werden soll, die rechtsextremistischem Gedankendgut nahe steht und dies verbreiten will.

Vor diesem Hintergrund fordert die Plattform gegen Rechts Frankfurt (Oder) den Vermietr des Ladengeschäfts auf, den bestehenden Mietvertrag umgehend zu kündigen. Gleichzeitig ruft die Plattform gegen Rechts alle Brügerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Verantwortliche in der Stadtverwaltung zum wahrnehmbaren Protest gegen diesen neuen Etablierungsversuch rechtsextremer Kreise auf. Nur ein gemeinsames und vielfältiges vorgehen der demokratischen Kräfte kann die weitere Ausbreitung rechtsextremistischer Weltanschauung verhindern.

Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft

(iskra) An dieser Stelle dokumentieren wir einen Veranstaltungshinweis für den 19. November. Die Lesung beginnt um 18 Uhr in der Europa-Universität Viadrina, Audimax Raum AM 03, Logenstr. 2, Frankfurt (Oder).

Gegen die NPD! „Es lesen Andrea Röpke und Andreas Speit aus dem im Ch. Links Verlag erschienen Aufsatzsammlung ‚Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft‘. Die beiden ausgewiesen Rechtsextremismusexperten, die sich seit Jahren mit der Entwicklung der rechtsextremistischen Szene beschäftigen, ermöglichen einen tiefen Einblick in die Entwicklung in den deutschen Rechtsextremismus. Im Zentrum steht hierbei die NPD, die angetreten ist verschiedene Strömungen zu bündeln und vielfältige Wahlerfolge in den vergangenen Jahren verzeichnen konnte.

Die NPD hat in den letzten Jahren nicht nur ihre Mitgliederzahl auf 7.200 verdoppeln können, sie hat sich auch zu einem »Gravitationsfeld« der rechten Szene entwickelt. Ihr Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hat den Wandel der Partei beschleunigt, aber auch die neue Strategie geht anscheinend auf. Die NPD ist dabei, einen Imagewandel zu vollziehen. Sie will bürgernah und jugendgemäß erscheinen, setzt auf Professionalisierung und Modernisierung der Partei, praktiziert eine veränderte Bündnispolitik sowie eine gezielte Einbindung rechter Milieus und hat verstärkt soziale und regionale Themen auf der Agenda.

Sozial, national, radikal – das ist der Dreiklang, mit dem die NPD populistisch auf Stimmenfang geht. Intellektuelle »Neue Rechte«, rhetorisch geschult, statten sie mit Programmen und Argumenten aus. Kommunalpolitische Aktivitäten und gemeinnütziges Engagement der Mitglieder sollen die Ausgrenzung unterlaufen und gesellschaftliche Akzeptanz schaffen.

Ohne einen Blick in die verdeckten Strukturen der Partei sind die strategischen Veränderungen der letzten Jahre nicht zu verstehen. Die Autoren dieses Bandes – alle ausgewiesene Kenner der extrem rechten Szene – legen diese Strukturen offen. Andreas Speit schaut sich die neue Generation der Kader an, betrachtet die parlamentarische Arbeit der NPD, Wahlkampfstrategien und das Netzwerk der Unterstützer. Andrea Röpke geht in ihrem Beitrag der Frage der Finanzierung der NPD nach, benennt Hintermänner und finanzkräftige Sponsoren, legt Immobiliengeschäfte offen und beschreibt den Aufbau eigener Wirtschaftsnetzwerke.
Kaum zu übersehen ist, dass immer mehr Frauen und Mädchen rechte Politik aktiv mitgestalten. 2006 wurde der Ring nationaler Frauen gegründet. Was es damit auf sich hat, schildern die Autoren Röpke und Speit.
Doch nicht nur die Frauen, ganze Familien der Kameraden sollen in die politische Arbeit eingebunden werden. Die Heimattreue Deutsche Jugend, die im Stil der verbotenen Wiking-Jugend arbeitet, agiert bundesweit und bietet Lager und Schulungen für Kinder und Jugendliche an.
Über den Schulterschluss der NPD mit der Rechtsrock-Szene schreiben Christian Dornbusch und Jan Raabe, Robert Andreasch hat die Entwicklung der NPD in Bayern verfolgt, und Thomas Niehoff berichtet von rechten Gewalttaten, schlampig geführten Ermittlungen und über die Arbeit von Opferberatungsstellen und Präventionseinrichtungen.

Andrea Röpke und Andreas Speit, die bereits 2004 das Buch »Braune Kameradschaften – Die neuen Netzwerke der militanten Neonazis« vorlegten, gehören zu den wenigen Journalisten, die verdeckt auch immer wieder innerhalb der Szene recherchiert haben, sie waren Drohungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt. Sie haben so aber auch eine unübertroffene Kenntnis von internen Vorgängen in der NPD und scheuen sich nicht, Täter, Unterstützer und Sympathisanten beim Namen zu nennen.“

Aktionsmonat Flüchtlingspolitik noch bis 30. November

(iskra) Seit dem 10. November veranstaltet Utopia e.V. eine Veranstaltungsreihe unter dem Motton „Aktionsmonat Flüchtlingspolitik“ in Frankfurt (Oder). Diese läuft noch bis zum 30. November und bietet viele Möglichkeiten, um sich mit dem Rassismus in Deutschland und Europa näher auseinander zu setzen.

Aktionsmonat Flüchtlingspolitik

„Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsreihe, die verschiedene Aspekte der Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten näher in den Fokus rücken soll. Beleuchtet werden dabei der Alltag von Asylbewerbern, ebenso wie staatliche Institutionen und gesellschaftlicher Rassismus.

Kernstück des Projektes ist die multimediale Ausstellung „Flüchtlingsleben in Frankfurt (Oder)“, die kostenlos vom 11.11.2008 bis 01.12.2008 täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Foyer des Kleist Forums Frankfurt (Oder) zu sehen ist. Angeboten werden, mit vorheriger Anmeldung, auch begleitende Führungen (z. B. von Schulklassen)

Des Weiteren wird es diverse Filmvorführungen, Diskussionen und andere Veranstaltungen rund um die Ausstellung geben.“

Zum Weiterlesen:

Blog: Aktionsmonat Flüchtlichspolitik
Globalprogress: Rassismus aufzeigen. Dagegen agieren. Zusammen. Auf allen Ebenen. Mit allen Mitteln.

Flagge zeigen!? Zu den Vorfällen auf der Demonstration am 3. Oktober

Israelfahne(iskra) Während der Demonstration am 3. Oktober in Hamburg gegen die deutschen Feierlichkeiten anlässlich des Nationaltages, kam es zu Übergriffen auf israelsolidarische Linke. Konfliktpunkt war das Mitführen einer Israelfahne. Wir – die Gruppe ISKRA – stellen uns gegen ein Verbot von Israelfahnen auf linken Demonstrationen. Israel entstand nicht wegen, sondern trotz der Shoa und dennoch spielen die Menschheitsverbrechen der Deutschen eine zentrale Rolle in der zionistischen Geschichte. Israel ist Schutzraum gegen Antisemitismus, erst recht in seiner totalen Form der Vernichtung. Gerade deshalb muss es möglich sein, Israelflaggen bei Demonstrationen gegen den deutschen Wahn mitzuführen. Daher unterstützen wir den Aufruf „Flagge zeigen!? Zu den Vorfällen auf der Demonstration am 3. Oktober“. Hier ein Auszug:

„Immer wieder erstaunlich ist, dass dieses blau-weiße Stück Stoff solche emotional-aggressiven Reaktionen auslöst. Zwar verurteilen die meisten Anwesenden körperliche Angriffe, aber ebenso das Mitbringen solcher Insignien. Wer jedoch nur die Analyse vom deutschen Staat als einer Nation unter allen anderen als Nation/Nationalstaat zu verurteilenden Gebilden hat, muss logischerweise das Tragen jeglicher Nationalfahnen verurteilen. Solches Agieren zeigt deutlich die Ablehnung gegen den weltweit einzigen Schutzraum vor der weiterhin drohenden Vernichtung für Jüdinnen und Juden. Israels Existenz ist Konsequenz aus der von den Deutschen schon einmal weitgehend umgesetzten Auslöschung. Solidarität mit Israel – mit der effektiven Aufrechterhaltung der notfalls auch militärischen Sicherung des Staates – ist deshalb eine Bedingung jeglicher Emanzipation von den herrschenden Verhältnissen. Israel ist zwar nicht der Kommunismus. Wie auch immer der Weg zur communistischen Weltgesellschaft aussehen wird, klar ist: Israel sollte der letzte Staat sein, dessen Staatsgrenzen fallen – eben da die Bedrohung durch den antisemitischen Wahn auch dort noch immer wütet, wo für „etwas Besseres als die Nation“ demonstriert wird.“

Zum Weiterlesen:

Erklärung: Flagge zeigen!? Zu den Vorfällen auf der Demonstration am 3. Oktober
BAK Shalom: Übergriff auf israelsolidarische Gruppe bei Hamburger Demonstration am 03.10.2008

Erneuter Überfall auf Antifaschist_innen – Angreifer waren mit Billiardstöcken bewaffnet

(iskra) An dieser Stelle dokumentieren wir die Pressemitteilung von Utopia e.V. zu den Überfällen in Frankfurt (Oder) am Samstag den 08.11.08 in der Berlinerstr. 24:

In der Nacht vom 8.11. zum 9.11.08 drangen Personen aus dem rechtsextremen Umfeld des Fußballvereines FFC Viktoria in das Wohnhaus Berliner Straße 24 ein. Bekannterweise hat dort der Verein Utopia seine Räumlichkeiten. Zunächst verwüsteten die Angreifer den Hausflur, indem sie Plakate von den Wänden rissen und an verschiedenen Stellen Aufkleber der Hooligan-Gruppierung FCV anbrachten. Beim Verlassen des Hauses rissen die Rechtsextremen das Banner des Vereins aus seiner Verankerung. Durch den Lärm alarmiert entdeckten fünf Personen, welche sich zu diesem Zeitpunkt in den Räumen des Vereines aufhielten, eine Spur der Verwüstung, welche sich bis zur Haustür hinzog. Beim Öffnen der Haustür konnte beobachtet werden, wie sich Christopher Perl und eine weitere Person in einem Taxi entfernten. In diesem Moment stürmten aus dem Lokal „Die Bierbar“, die sich in dem gleichen Haus befindet, ca. 15 Personen unter ihnen Patrick Dorn und Christoph Schoefisch. Die Personen waren teilweise vermummt und mit Billiardstöcken bewaffnet. Unter Rufen wie „Scheiß Zecken“ griffen sie die AntifaschistInnen an und verletzten drei von Ihnen.

Zum Weiterlesen:

Autonome Antifa Frankfurt (Oder): Neonazis überfallen Berliner Straße 24

Ein Datum – Viele Gedanken

(NY) Der 9. November 1938 war der Anfang der massenhaften Vernichtung der Juden. Dieser Tag war ein Vorgeschmack auf das, was der vernichtende Antisemitismus in seiner Totalität für 6 Millionen Menschen bedeutete. Hierbei muss in aller Deutlichkeit gesagt werden, dass das größte Verbrechen der Menschheit nicht von einer Ideologie begangen wurde, sondern von Menschen, die zum Teil heute noch am Leben sind.

Genauso ist heute noch Antisemitismus vorhanden, selbstverständlich ist er es: Denn er passt sich den gesellschaftlichen Verhältnissen an, bspw. durch Formen des Antizionismus oder in Gestalt des „sekundären Antisemitismus“, als Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz. Doch obwohl es diese Hartnäckigkeit gibt, ist es wichtig, gerade deshalb tagtäglich gegen ihn zu kämpfen.

Die Frage, wie man den unterschiedlichsten Formen des Antisemitismus entgegen treten kann, ist berechtigt und eine Lösung bzw. ein Lösungsansatz ist bitter nötig. Allerdings gibt es kein Rezept gegen diese regressive Ideologie. „Der Faschismus kam und ging. Der Sowjetkommunismus kam und ging. Der Antisemitismus kam und blieb.“, so beschreibt Oberrabbiner Dr. Jonathan Sacks diese traurige Realität.

Es soll allerdings nicht der Verdacht entstehen, man müsse mit Antisemitismus aufgrund seiner Hartnäckigkeit leben. Genau das Gegenteil ist der Fall, es muss mit allen möglichen Mitteln versucht werden, sich ihm entgegen zu stellen. Aber dennoch darf nicht vergessen werden, welche Bedeutung der Schutz und die Solidarität mit jüdischen Institutionen hat. Dies ist ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe.

Israel spielt hierbei eine herausragende Rolle in der Thematik. Es braucht nicht erklärt werden, warum dies so ist, und doch muss auch hier festgestellt werden, dass der Antizionismus – ähnlich wie der Antisemitismus – eine Gefahr für Millionen von Juden mit sich bringt.

Die angeschnittenen Themen und die aufgeworfene Frage der Antisemitismusbekämpfung, eingebettet in der Bedeutung der Novemberpogrome, führen zu einem Punkt: Setzt euch mit den Themen auseinander, z.b. In Israel selbst, sei es in Form eines Besuchs, eines Austausches, eines Studiums, eines Praktikums oder eines Freiwilligendienstes.

Wer in Israel ist, lernt in erster Linie nicht nur etwas über das Land und seine Probleme. Man lernt vor allem etwas über Deutschland und die deutsche Geschichte. Dort trifft man eine Vielzahl von Holocaust-Überlebenden und Flüchtlingen, die die mutige Antwort in Form von Israel auf den Antisemitismus gegeben haben. Es ist das Gegenteil von dem, was in Deutschland nach 1945 passiert ist. Statt Geschichtsrevisionismus oder Vergleichen mit anderen Verbrechen, gehen diese Menschen direkt mit den Deutschen und ihren Taten vor Gericht. Es ist das Ergebnis, um sich gegen diese Ideologie des Antisemitismus in allen Gestalten zu wehren, die besonders in Deutschland die abscheulichste Form angenommen hat: Auschwitz.

Wer sich also mit den Menschen in Israel und mit dem Land selbst solidarisiert, kann ein wenig selbst dazu beitragen, den Deutschen den Spiegel der Geschichte vor das Gesicht zu halten.

In Erinnerung an die Opfer der Reichspogromnacht und allen Opfern des Antisemitismus.

Zum Weiterlesen:

BAK Shalom: 70 Jahre nach der Reichspogromnacht. Kein Vergessen! Kein Verzeihen!
Jungdemokrat_innen / Junge Linke Brandenburg: „I remember, remember the 9th of november…“

Rechter Szeneladen mit neuem Domizil in Frankfurt (Oder)

(argffo) Der rechte Szeneladen „Nordic Company“ hat in Frankfurt (Oder) neue Räumlichkeiten angemietet und steht offenbar kurz vor seiner Wiedereröffnung. Die Inhaber der Firma „Nordic Company Textilwaren“, die überwiegend Bekleidung der Marke „Thor Steinar“ anbieten, haben einen Mietvertrag für Gewerberäume in der Dresdner Straße 33 im Stadtteil Altberesinchen unterzeichnet.

Inzwischen wurden Arbeiten im Innern des Geschäfts vorgenommen, die auf eine baldige Eröffnung, möglicherweise zu Beginn kommenden Monats, hindeuten.

Der Eröffnung des Geschäfts war eine juristische Auseinandersetzung zwischen „Nordic Company“ und dem Vermieter vorausgegangen. Dieser meldete zwischenzeitlich Insolvenz an, was eine Kündigung des rechten Szeneladens zusätzlich erschwert.

Erst Ende Juli war der rechte Bekleidungsladen aus seinen Räumlichkeiten am Frankfurter Bahnhof ausgezogen, nachdem Proteste zu einer Kündigung des Mietvertrages durch die Deutsche Bahn geführt hatten.

Weitere Informationen über Nordic Company gab es bereits hier. Außerdem informiert die Antifaschistische Recherchegruppe aus Frankfurt (Oder) regelmäßig über rechtsextremistische Umtriebe.

Naziaufmarsch am 6. Dezember in Berlin? Sabotieren! Blockieren! Verhindern!

(iskra) Nazis wollen am 6. Dezember durch Berlin marschieren, um für ein „Nationales Jugendzentrum“ zu werben. Die Gruppe ISKRA unterstützt die Gegenaktivitäten und das Bündnis mit anderen linksradikalen Gruppen, um den Naziaufmarsch zu stoppen.

Auszug aus dem Aufruf: Dass Neonazis „Nationale Jugendzentren“ fordern ist nichts Neues: Bereits Anfang der 1990er besetzten sie ein ganzes Haus im bis heute als ‚rechter‘ Stadtteil berüchtigten Berliner Weitlingkiez. Das thüringische Jena hat sein eigenes „Braunes Haus“. Erst Anfang des Jahres geriet der „Bunker 88“ im brandenburgischen Lübben in die Schlagzeilen, als er wegen eines Nazi-Konzertes gestürmt und anschließend geschlossen wurde.
Forderungen nach einem „Nationalen Jugendzentrum“ sind kleine Schritte, die der Erlangung der „kulturellen Hegemonie“ (nach Gramsci) dienen sollen. Wenn Neonazis nach „Freiräumen“ für die „deutsche Jugend“ schreien, so propagieren sie das Konzept der „national befreiten Zone“ und die NPD-Strategie des „Kampfes um die Straßen“: So sollen ganze Stadtteile und Regionen erobert werden, in denen Migrant_innen, Juden und Jüdinnen, Homosexuelle, behinderte Menschen, alternative beziehungsweise nicht-rechte Jugendliche und Linke nichts verloren haben. Wer nicht ins völkische Streichholzschachtel-Weltbild passt, muss Schikanen jeglicher Art über sich ergehen lassen und mitunter um sein Leben fürchten. Und das ist durchaus ernst gemeint. Seit der sogenannten deutschen Wiedervereinigung wurden mehr als 140 Menschen von Nazis ermordet. Allein im August dieses Jahres starben in Deutschland drei Personen.
Ein „Nationales Jugendzentrum“ ist Ausgangs- und Rückzugspunkt für militante Angriffe auf mißliebige Menschen, bietet Infrastruktur für Nazi-Konzerte und Schulungsveranstaltungen und stellt zudem eine optimale Grundlage für die Rekrutierung junger Nachwuchs-Nazis dar. Doch auch ohne eigene Heimstätte finden die Jugendlichen mit NS-Affinität in etlichen Jugendfreizeiteinrichtungen Unterschlupf und bei so manchem Sozialarbeiter ein offenes Ohr. Derartige „akzeptierende Jugendarbeit“ löst keine Probleme. Sie ist das Problem!

Weitere Informationen gibt es auf der Demoseite, u.a. auch den Aufruf und Unterstützer_innen-Liste.

Veranstaltungshinweis: Herbstcamp ’08

(iskra) Du bist jung, alternativ, und weißt nicht, wie Du deine Herbstferien verbringen sollst? Mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen bist Du nicht zufrieden, weißt aber auch nicht, was Du da tun könntest, und bist auf der Suche nach Leuten, denen es ähnlich geht?

Herbstcamp 08

Auf dem Antifaschistischen Herbstcamp ‘08 vom 19. bis 25. Oktober kannst Du mit Gleichgesinnten alternative Lebenskonzepte und eigenen politische Strategien diskutieren sowie deine Interessen vertiefen. Im Grünen werden Seminare zu wichtigen gesellschaftlichen Problemen und Theorien angeboten. Außerdem wird es auch die Möglichkeit geben, Sport zu treiben und sich künstlerisch zu betätigen.

Interessiert? Dann melde dich und deine Freunde jetzt an. Es wird von uns eine Anmeldegebühr von 10 € erhoben, die ihr an uns schickt. Diese werden Dir nach der Teilnahme zurückerstattet.
Vegetarische Vollverpflegung und Unterkunft in Bungalows sind kostenlos.

“Veranstaltet von Utopia e.V. und der autonomen antifa frankfurt (oder) [aaffo]
Gefördert vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ – LAP Frankfurt (Oder)”

Weitere Infos, den Seminarplan sowie ein Anmeldeformular findet Ihr hier.

Psychologie & Antisemitismus

Updade: Leider müssen wir mitteilen, dass das für Samstag, den 27.9.2008, geplante Seminar „Psychologie und Antisemitismus“ leider verschoben werden muss. Natürlich informieren wir Euch schnellstmöglich über einen neuen Termin.
Wir bitten alle Interessierten um Entschuldigung. Der Dokumentation halber bleibt die Seminarbeschreibung aber weiterhin auf unserem Blog.

Wer sich der Frage „Was ist Antisemitismus?“ stellt, stößt unweigerlich auf die Bestimmung des Antisemitismus als ideologische und reaktionäre Welterklärung einer undurchsichtigen Gesellschaft. Der Antisemitismus nimmt die Welt als von fremden und bösen Mächten gelenkt war. Wie kommen Menschen darauf, sich die Welt antisemitisch zu erklären? Wie kommt diese Ideologie in die Köpfe der Menschen? Per Manipulation? Die Psychoanalyse bietet tragfähige Erklärungen antisemitischen Denkens. Sigmund Freuds Bestimmung des bürgerlichen Individuums als Unterworfenes des eigenen Unbewußten ist ein Schlüssel zum Verständnis und zur Kritik des
Antisemitismus. Eine Psychoanalyse des Antisemitismus begreift diesen als eine Folge der undurchschauten Psyche. Nicht nur der Weltenlauf, auch die eigene Seele bleibt unverstanden. Aus der Art, wie sich die Individuen psychisch begründen, resultieren die Mechanismen, die antisemitisches Denken provozieren.

Heißt das, man ist gezwungen antisemitisch zu denken? Natürlich nicht, die kritische Beschäftigung mit Antisemitismus ist der erste Schritt gegen ihn vorzugehen – und dazu laden wir herzlich ein:

27.09.2008 | 11 Uhr
Utopia e.V. | Berliner Straße 24
Frankfurt (Oder)

Ein Seminar vom LAK Shalom Brandenburg, organisiert mit freundlicher Unterstützung der Gruppe ISKRA.


Gruppe ISKRA stellt das Buch Plädoyer für Israel vor